München: Gericht erklärt Mieterhöhung um 145 Prozent für rechtens

Eine 70-jährige Rentnerin bewohnt seit 1958, also seit rund 60 Jahren, eine 100-Quadratmeter-Wohnung im Münchener Glockenbachviertel. Als ihre Eltern die Wohnung anmieteten, zahlten sie 190 Mark, die sich im Laufe der Jahre auf zuletzt 517,66 Euro Kaltmiete erhöhten.

Im Jahr 2015 kündigte der Vermieter Modernisierungsarbeiten und eine damit verbundene Mieterhöhung um 750 Euro auf 1296,33 Euro an, also mehr als das doppelte. Die Mieterin legte Widerspruch ein und klagte gegen die Erhöhung, die sie als Folge einer Luxusmodernisierung ansah.

Das Gericht urteilte jedoch für den Vermieter, da es in Maßnahmen wie dem Einbau eines Außenaufzugs und einer Zentralheizung eine Anpassung an übliche Standards sah. Die extreme Mietsteigerung sei für die Mieterin zwar bedauerlich, aber der grundgesetzlich verankerte Eigentumsschutz gehe vor.

Datum: 09.02.2018 | 20:26

Webreporter: TheRoadrunner

Quelle: sueddeutsche.de
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