Millionenbeträge an NS-verfolgte algerische Juden

Es ist das erste Mal, dass Deutschland eine große Gruppe von Holocaust-Überlebenden aus Algerien entschädigen wird und das mit einem Betrag von rund 64 Millionen Euro. Entschädigt werden Juden, die zwischen Juli 1940 und November 1942 in Algerien unter der NS-Verfolgung litten.

Die Zahl der Verfolgen wird auf 25.000 algerische Juden geschätzt, von denen die meisten heute in Frankreich leben. Rund 3.900 Menschen sollen in Israel leben. Die Verfolgten sollen eine einmalige Zahlung von jeweils 2.556 Euro erhalten.

Greg Schneider, Vize-Präsident der Claims Conference äußerte sich dazu positiv: "Dies ist eine lange überfällige Anerkennung für eine große Gruppe von Juden in Algerien, die unter anti-jüdischen Maßnahmen von Nazi-Verbündeten wie dem Vichy-Regime litten". Die Entschädigung wird ab Juli 2018 erfolgen.

Datum: 05.02.2018 | 19:36

Webreporter: EdenLake

Quelle: n-tv.de
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