Straffreiheit bei Unfallflucht: Diskussion auf Verkehrsgerichtstag

Auf dem 56. Deutschen Verkehrsgerichtstag diskutieren 2000 Experten, ob die Gesetzeslage zum Thema Unfallflucht bei kleineren Sachschäden entschärft werden soll. Gegner des über 40 Jahre alten Paragrafen 142 Strafgesetzbuch empfinden die Strafbarkeit überholt.

Verkehrsjuristen, Automobilclubs und die Polizeigewerkschaft sind der Ansicht, dass das Entfernen vom Unfallort, wenn nur kleine Sachschäden entstanden sind, nicht mehr geahndet werden soll. Man müsse dem Verursacher die Möglichkeit geben, seinen Fehler nachträglich zu korrigieren.

Kay Nehm, Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstag, befürchtet, dass Unfallverursacher durch die neue Straffreiheit einfach weiterfahren würden, ohne den Schaden im Nachhinein zu melden. Der Auto Club Europa geht davon aus, dass 500.000 Personen aufgrund der Gesetzeslage zu Straftätern werden.

Datum: 25.01.2018 | 11:36

Webreporter: Ghost1

Quelle: autozeitung.de
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