Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) hat beA wegen Softwareproblemen vom Netz genommen

Die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) hat allen Juristen empfohlen das "besondere elektronischen Anwaltspostfach" (beA), erstmal nicht mehr zu nutzen. Der private Schlüssel zu einem beA-Zertifikat soll öffentlich zugänglich sein, wie ein Hacker herausfand.

Das beA ist für die Kommunikation mit anderen Anwälten, Gerichten oder Behörden. Der Absender kann und darf sich rechtlich darauf verlassen, dass der Empfänger Nachrichten zur Kenntnis nimmt. Die Brak rät zur Deinstallation des Schlüssels, wegen der Gefahr von Man-in-the-Middle-Angriffen.

Zum ersten Januar 2018 sollte es eigentlich für alle Anwälte verpflichtend sein, über beA erreichbar zu sein. Doch nun läuft gar nichts mehr, das System wurde vom Netz genommen. Das Problem lässt sich auch nicht kurzfristig beheben, da es ein Fehler in der Software-Architektur ist.

Datum: 28.12.2017 | 00:22

Webreporter: Bycoiner

Quelle: spiegel.de
  • Kommentare (5)