Pakistan: Justizminister von radikalen Islamisten zum Rücktritt gezwungen

Der pakistanische Justizminister Zahid Hamid, ist wegen angeblicher Gotteslästerung, von Islamisten zum Rücktritt gezwungen worden. Nun wird befürchtet, dass der Staat die Kontrolle verliert.

Anlass des Protestes war, dass das Wort "Eid" durch "Erklärung", geändert wurde, den die Kandidaten für die Wahlen leisten müssen. Die Islamisten empfanden dies, als "eine Unterminierung der Rolle des Islam in Pakistan".

Die Regierung erfüllt nun alle Forderungen und will gegen alle Beteiligte der Abänderung des Eides vorgehen. "Das ist ein sehr enttäuschendes Ende. Der Staat hat so wenig Macht, dass 2.000 Menschen ihn in die Knie zwingen und ihm jedwede Einigung diktieren können", sagt Saad Mohammad, ein Analyst.

Datum: 27.11.2017 | 23:49

Webreporter: Bycoiner

Quelle: zeit.de
  • Kommentare (3)