Abtreibungsgegner zeigen Ärztin wegen "Werbung" für Schwangerschaftsabbrüche an

In Gießen muss sich derzeit eine Allgemeinärztin vor Gericht verantworten, weil sie radikale Abtreibungsgegner angezeigt hatten: Sie hatte auf ihrer Homepage bei ihrem Leistungsspektrum auch "Schwangerschaftsabbruch" aufgelistet.

Laut Paragraf 219a Strafgesetzbuch ist es jedoch verboten, Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu machen, es drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis oder Geldstrafe.

Die 61-jährige Medizinerin will in dem Prozess notfalls durch alle Instanzen gehen, um diesen ihrer Ansicht nach unsinnigen Paragrafen zu kippen. Abtreibungsgegner nutzen ihn seit Jahren, um Ärzte zu bedrohen und zu verklagen.

Datum: 23.11.2017 | 10:49

Webreporter: mozzer

Quelle: sueddeutsche.de