Dortmund: Jobcenter fordert von Bettler ein Einnahmenbuch

In Dortmund geht ein Hartz-IV-Empfänger betteln und das Jobcenter hat ihm deshalb seine staatlichen Leistungen gekürzt.

Das Geld, das er durch das Betteln bekomme, sei als Einnahmen zu werten, weshalb die Behörde von dem 50-Jährigen nun auch ein Einnahmenbuch verlangt. Ihm wurden monatlich 300 Euro abgezogen, denn angeblich erbettele er pro Tag zehn Euro.

Sein Anwalt hält die Angelegenheit für absurd und schrieb an das Amt: "Nahezu grotesk ist, zu verlangen, dass über die Geldausgaben der Passanten Buch geführt wird. Als nächstes erwarten Sie wahrscheinlich noch, dass den Geldgebern eine Quittung ausgestellt wird".

Datum: 21.11.2017 | 10:46

Webreporter: tante_mathilda

Quelle: sueddeutsche.de
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