Eklat in NSU-Prozess: Beate-Zschäpe-Anwälte wollen Opferanwalt Mund verbieten

Im NSU-Prozess ist es zu einem Eklat gekommen, als die Verteidiger von Beate Zschäpe einem Opferanwalt das Plädoyer verbieten wollten, weil dieser darin den institutionellen Rassismus in dem Fall thematisierte.

Verteidiger Wolfgang Heer hielt das für eine "politische Rede" und wollte Opferanwalt Mehmet Daimagüler den Mund verbieten lassen. Das Gericht entschied zugunsten Daimagülers.

Einer der Opferanwälte kommentiert den Vorfall in Richtung Verteidigung Zschäpes so: "Dass Rassismus in diesem Verfahren eine Rolle spielt, haben Sie mitbekommen, oder?".

Datum: 16.11.2017 | 18:12

Webreporter: tante_mathilda

Quelle: sueddeutsche.de
  • Kommentare (7)