Berlin: Nach G20-Krawallen wurde Überwachung von Linksextremisten eingestellt

Nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hat das Landesamt für Verfassungsschutz in Berlin die Telefonüberwachung von Linksextremisten vollständig eingestellt. Während der Krawalle wurden noch mehrere Handys von Berliner Extremisten in Hamburg geortet.

"Möglicherweise haben bestimmte an der Regierung beteiligte Parteien kein Interesse daran, dass Linksextremisten überwacht werden", wird ein Verfassungsschützer zitiert.

Rechtsextremisten werden weiterhin überwacht, obwohl laut Polizeistatistik im Land Berlin 375 Gewaltdelikte von Linken und nur 158 Gewaltdelikte von Rechten ausgeführt wurden. Der Verfassungsschutz, der SPD-Politiker Geisel unterstellt ist, wollte sich dazu nicht äußern.

Datum: 10.11.2017 | 10:01

Webreporter: sunny.crockett

Quelle: focus.de
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