Stummelfüßer und ihr genialer Naturstoff

Stummelfüßer (Onychophora) sind bis zu 20 Zentimeter lange, wurmähnliche Wesen mit unzähligen kurzen Beinchen und sind hauptsächlich auf der Südhalbkugel der Erde verbreitet. Für die Jagd nutzen sie ihre am Kopf befindlichen zwei Drüsen, um einen klebrigen Schleim abzuschießen.

Der Schleim verändert seine Konsistenz sobald die Beutetiere versuchen sich durch Zappeln aus dem Sekret zu befreien. Alexander Bär von der Universität Kassel erklärt: "Die bei der Bewegung auf den Schleim wirkenden Scherkräfte sorgen dafür, dass dieser zu steifen Fäden aushärtet".

Die Erstarrung lässt sich durch Kontakt mit Wasser wieder aufheben, d.h. der Schleim geht wieder in seinen klebrigen Ausgangszustand zurück. In der Materialforschung könnte dieses Verfahren die Möglichkeit geben, Kunststoffe und andere bisher kaum abbau- oder recycelbare Polymere wiederzuverwenden.

Datum: 27.10.2017 | 12:05

Webreporter: Memphis87

Quelle: scinexx.de
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