Dresden: Rechtsradikale, die Ausländer angriffen, wurden verurteilt

Mitte Juni hatten drei Rechtsradikale bei einer Sonnenwendfeier in Sachsen zwei Bulgaren und einen Deutschen mit rumänischen Wurzeln brutal attackiert. Die Männer wurden schwer verletzt. Das Motiv sei eine "fremdenfeindliche und menschenverachtende Gesinnung" gewesen, so der Richter.

Deswegen wurden die Rechtsradikalen nun zu langen Haftstrafen verurteilt. Der 33-jährige Haupttäter muss für neun Jahren und zehn Monate wegen unter anderem versuchten Mordes ins Gefängnis. Denn selbst als ein Opfer schon am Boden lag, schlug er ihm noch einen Bierkrug auf den Kopf.

Er hätte also auch tödliche Verletzungen in Kauf genommen. Ein 24-jähriger Mitangeklagter wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Der dritte Mitstreiter erhielt eine Bewährungsstrafe wegen Zeigen des Hitlergrußes.

Datum: 03.09.2017 | 15:47

Webreporter: WalterWhite

Quelle: spiegel.de
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