Pressemeldungen über "Breitbarts" Absturz sind nicht plausibel

Deutsche Zeitungen berichteten, die Nutzung von "Breitbart" sei erheblich zurückgegangen, was damit erklärbar gewesen wäre, dass "Breitbart" mit Trumps Amtsantritt die aufregendere Oppositionsrolle verlassen hat. Ein Blick auf die Quelle der Meldungen, das Alexa-Ranking, hätte stutzig machen müssen.

"Breitbart" erlebte demnach im Dezember 2016 derart abrupt einen Auf-, Mitte Mai 2017 einen Ab-, kurz darauf einen Aufschwung, wie er mit "Breitbart"-Inhalten nicht erklärbar wäre. Was aber bei Alexa nicht herauszulesen war: Alexa pendelte methodisch zwischen Besucher-Messung und -Schätzung.

Obwohl von Alexa das entsprechende Kurvendiagramm zugänglich war, veröffentlichten deutsche Zeitungen die dramatischen Berichte. Gemäß den gemessenen Zahlen rutschte "Breitbart" im Alexa-Ranking des letzten halben Jahres vom 264. auf den 293. Platz.

Datum: 07.06.2017 | 11:28

Webreporter: Prof_Ernst

Quelle: uebermedien.de
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