München: Riesige Mauer um Asylheim soll Erholungsbedürfnis der Anwohner schützen

In Neuperlach werden 160 junge, unbegleitete Flüchtlinge einquartiert. Die Anwohner machten sich Sorgen um ihre ruhige Gegend, weil sie befürchteten, ihr Erholungsbedürfnis könnte unter die Jugendlichen leiden. Die Stadt baut deshalb eine vier Meter hohe Mauer, die selbst die in Berlin überragt.

Damit sich die eingemauerten Asylbewerber nicht unwohl fühlen, wird die Mauer mit Schlingpflanzen begrünt. Es wurde jedoch streng darauf geachtet, dass an ihr nicht hoch geklettert werden kann und dass man sie nicht für Ballspiele missbrauchbar ist. Geplante Streetball-Plätze werden nicht gebaut.

Die Anwohner bleibt der Anblick der Mauer wegen der dazwischen liegenden Bäumen und Büschen erspart, für die Flüchtlinge, die auf niedrigerem Grund leben, wirkt sie dagegen noch einen Meter höher. Stadträtin Gülseren Demirel (Grüne) hält die Wahl zwischen Humanisierung und Lärmschutz für schwierig.

Datum: 05.11.2016 | 14:05

Webreporter: Alfatir

Quelle: merkur.de
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